Der Hallenvolleyball geht in die Sommerpause
Am letzten April- und am ersten Maiwochenende sind im Hallenvolleyball aus Bündner Sicht die letzten Entscheidungen der Saison 2025/26 gefallen. Die Bilanz der Bündner Clubs fällt insgesamt recht zufriedenstellend aus, auch wenn Positives und Negatives zu verzeichnen war. Erfreulich ist zwar, dass talentierter Volleyballnachwuchs vorhanden ist. Die entscheidende Frage ist aber, was daraus gemacht wird. Wenn man sich nicht wenigstens ansatzweise zum Leistungssport bekennt, wird der Bündner Volleyball in absehbarer Zeit nicht aus seinem Schattendasein herauskommen.
Die Minitour gehört der Vergangenheit an
Das zehnte Turnier der diesjährigen Minitour ist am vergangenen Samstag in der Sporthalle Sand in Chur ausgetragen worden, wobei 43 Teams aus Chur, Thusis, Bonaduz, Untervaz, Walenstadt, Mauren-Eschen, Schiers sowie von Pizol und Surselva daran teilgenommen haben. Drei der vier seit geraumer Zeit feststehenden Toursieger konnten in der Bündner Kantonshauptstadt auch den Tagessieg feiern und so ihre Überlegenheit nochmals unter Beweis stellen.
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Bei den Mädchen U17 kämpften fünfzehn Teams um den Turniersieg. Diesen holte sich für einmal nicht Chur 1, sondern VimaThu 1 vor VimaThu 8 und den Churerinnen. Trotzdem haben sich diese im Kampf um den Gesamtsieg überlegen durchsetzen können, weisen doch drei Thusner und die übrigen achtzehn Teams 53 und mehr Punkte Rückstand auf.
Bei den Knaben/Mixed U17 konnte Untervaz 1 seinen ungefährdeten Toursieg bestätigen, liessen doch die Vazer ihre drei Gegner einmal mehr hinter sich. Auf den Ehrenplätzen landeten Schiers 1 und Chur 9 und im acht Teams umfassenden Ranking Schiers 1 und Linth Mixed.

Bei den Mädchen U15 konnten siebzehn Teams klassiert werden. Den Tagessieg errang Surselva C1 vor Chur 4 und Bonaduz 2. Insgesamt siegten die Bündner Oberländerinnen mit 67 und mehr Punkten Vorsprung vor Chur 4, Chur 5 und den restlichen achtundzwanzig Teams.
Bei den Knaben/Mixed U15 war VimaThu 7 vor Bonaduz 3, Walenstadt 2 und weiteren vier Teams erfolgreich und konnte im Ranking den Vorsprung auf Andeer 1, Bonaduz 3 und die übrigen neunzehn Teams auf 76 und mehr Punkte ausbauen.

Es würde den dreiundachtzig an der Minitour 2025/26 teilnehmenden Teams nicht gerecht werden, einzelne Vereine hervorzuheben, weil vielerorts eine recht hochstehende, das heisst intensive und auch gezielte Nachwuchsförderung betrieben wird. Erfreulich ist, dass die Toursieger diesmal aus vier verschiedenen Bündner Vereinen stammen. Zudem belegen sieben Bündner Clubs nicht weniger als elf von zwölf Podestplätzen, was doch für eine gewisse Breite spricht.
Bündner Nachwuchstalent verpasst mit Jona den Schweizer Meistertitel KU18 nur knapp
Der ursprünglich aus Ilanz stammende Julien Cantieni, der in Pfäffikon die FMS absolviert, ist seit mehreren Jahren Teil von Volley Talents, in dessen 2. Liga-Team er fünf- bis siebenmal pro Woche trainiert. An diesem Wochenende erreichte er mit dem KU18-Team des TSV Jona Volleyball an der KU18-Schweizermeisterschaft in Aarau dank eines klaren 3:0-Halbfinalerfolgs über Volley Espoirs Biel-Bienne den Final, in dem die Zürichseebuben auf Servette Star-Onex trafen. Nach anfänglich ausgeglichenem Spiel und trotz Satzvorsprung mussten sie sich den Westschweizern dann doch mit 1:3-Sätzen geschlagen geben und sich mit dem ausgezeichneten zweiten Platz begnügen.
Grosser Erfolg für die Thusnerinnen
Bereits vor Wochenfrist konnte das ambitionierte MU14-Team des VBC Viamala Thusis, das von Martin Krättli trainiert und gecoacht wird, an der MU14-Schweizermeisterschaft in Bellinzona überzeugen und sich mit viel Einsatz und grossem spielerischen Können gegenüber dem Vorjahr vom vierten auf den hervorragenden dritten Platz verbessern.
Den Siegen gegen Volley Köniz, Neuchatel UC, den VBC Voléro Zürich und Volley Rüschlikon standen nur gerade die Niederlagen gegen Volleyball Franches-Montagnes und den nachmaligen Schweizermeister Volley Aarberg gegenüber.
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Moesa Volley vertritt Volleyball an der Bündner Sportnacht 2026
Für die Bündner Sportnacht, die am Freitag, 5. Juni vom Bündner Verband für Sport im GKB-Auditorium in Chur organisiert wird, ist bei der Wahl zum „Verein des Jahres“ nebst den Iron Marmots Unihockey Davos-Klosters und dem Club da hockey Engiadina auch Moesa Volley, das im Frühjahr am Bündner Cup teilgenommen hat, nominiert worden.
Dank und Rücktritt
Ich als Verfasser von Volley Aktuell bedanke mich bei allen Volleyballbegeisterten für ihr Interesse und das Lob, aber auch für die konstruktive Kritik an meiner Berichterstattung über das regionale Geschehen in den Turnhallen und im Sand und beende hiermit unwiderruflich meine Tätigkeit als Medienverantwortlicher des Bündner Volleyball Verbandes.