Die regionale Meisterschaft 2025/26 gehört der Vergangenheit an
Am vergangenen Wochenende ist die Meisterschaft der Region Glarus, St. Gallen, Ausserschwyz, Graubünden und Fürstentum Liechtenstein zu Ende gegangen. Es ist somit an der Zeit, vor allem aus Bündner Sicht auf das sportliche Geschehen der letzten fünfeinhalb Monate zurückzublicken. Was den Auf- und Abstieg anbelangt, ist es noch zu früh, konkrete Angaben zu machen, weil das auch vom Abschneiden der Teams aus der Region GSGL in den nationalen Ligen abhängt.
Der VBC Arosa 1 überrascht positiv, der VBC Chur 2 und die RTG Chur enttäuschen
In der 2. Liga der Frauen hat sich der letztjährige 1. Liga-Absteiger Volley Pizol 1 relativ souverän vor den punktgleichen Volley Mauren-Eschen 1 und VBC Arosa 1 durchsetzen können, wobei die Sarganserländerinnen zuletzt aufgrund zweier Niederlagen doch noch gehörig ins Zittern geraten sein dürften. Die aufgestiegenen Aroserinnen überraschten sehr positiv und mussten den zweiten Tabellenplatz nach dem 3:1-Heimsieg gegen den Gruppensieger und Regionalmeister nur wegen einer deftigen 0:3-Auswärtsniederlage gegen den TSV Jona Volleyball 1 den Liechtensteinerinnen überlassen.
Der VBC Chur 1 erwischte einen Fehlstart in die Saison und war deshalb lange Zeit in der zweiten Tabellenhälfte platziert, bevor sich die Churerinnen aber doch eines Besseren besinnten und noch auf den fünften Platz vorstossen konnten. Der VBC Chur 2 war während der ganzen Meisterschaft in den Abstiegskampf verwickelt, hatte zwischendurch auch noch personelle Probleme und muss nach zwei Jahren in der höchsten Regionalliga in den sauren Apfel des Abstiegs beissen. Definitiv in der falschen Liga spielte das Team der RTG Chur, deren Nachwuchsspielerinnen sich nach und nach zu steigern vermochten, schliesslich aber doch punktelos das Tabellenende zieren und nicht gerade viele Erfolgserlebnisse erleben durften.
Insgesamt durchaus erfreulich verlief das sportliche Kräftemessen für die Churer Teams in der 2. Liga der Männer, wobei sich das Abschneiden des Fanionteams, das sich eher nach vorne orientieren konnte, vor allem durch Inkonstanz auszeichnete, während die durch mehrere Nachwuchsspieler ergänzten Routiniers des VBC Chur 2, die härter um die Wahrung der Ligazugehörigkeit kämpfen mussten, zwischendurch immer wieder einmal für eine positive Überraschung gut waren und ihre Klasse und ihren Kampfgeist einmal mehr bewiesen haben.

Zuvorderst konnte der VBC Galina 1 in extremis das bis dahin führende Volley Pizol 1 dank eines 3:0-Auswärtssieges im Spitzenkampf doch noch abfangen und den Gruppensieg und den Regionalmeistertitel für sich beanspruchen, während der punktelose VBC Pfäffikon 1 bereits seit längerer Zeit als Absteiger feststand.
Wird der VBC Chur 2 durch den VBC Davos 1 ersetzt?
In der 3. Liga der Frauen holte sich der VBC Davos 1 in überzeugender Art und Weise mit zwölf Erfolgen und einem eindrücklichen Satzverhältnis von 36:2 den Gruppensieg. Werden die Davoserinnen aber die Chance wahrnehmen, in die höchste Regionalliga aufzusteigen, nachdem sie eine Stufe tiefer von keinem Gegner ernsthaft gefordert werden konnten? Für den Bündner Volleyballsport wäre es zweifellos wünschenswert und ein sportlicher Gewinn.
Der VBC Viamala Thusis 1 geriet nie in Abstiegsnöte und beendet die zu Ende gegangene Saison mit ausgeglichener Bilanz, das heisst mit je sechs Siegen und Niederlagen, im Mittelfeld. Zu einem wahren Krimi verkam der Kampf gegen das Schlusslicht und dem wohl damit zusammenhängenden drohenden Abstieg in die 4. Liga zwischen den zwei klar schwächsten Teams dieser Gruppe, dem VBC Bonaduz und Volley Surselva. Zwar konnten die Bündner Oberländerinnen beide Direktbegegnungen für sich entscheiden, fassten dann ganz zuletzt aber doch noch die rote Laterne, weil sich die Bonaduzerinnen im letzten Spiel zu Hause gegen Volley Mauren-Eschen 2 mit 3:1-Sätzen haben durchsetzen und drei äusserst wichtige Punkte auf ihr Konto haben verbuchen können, wodurch es ihnen gelang, Volley Surselva auf der Zielgeraden doch noch zu überholen.
Recht positiv in Szene setzen konnte sich in der 3. Liga der Männer, die vom TSV Jona Volleyball 5 angeführt wird, der VBC Davos, der regelmässig punkten und dadurch den Ligaerhalt frühzeitig sicherstellen konnte. Zuguterletzt belegen die Davoser mit grossem Rückstand auf die Spitzenteams einen vorderen Mittelfeldplatz, während sich der VBC Chur 3 mit Rang sieben begnügen musste, aber ebenfalls nie in Abstiegsgefahr geriet.
Volley Grischa United und der VBC Chur 4 dominierten die 4. Liga
Volley Grischa United war in der 4. Liga der Frauen bis zum letzten Spiel gegen den Mittelfeldclub VBC Viamala Thusis 2 noch verlustpunktlos, bevor der verletzungsbedingt nicht in Bestbesetzung angetretende Tabellenführer gegen die Thusnerinnen eine überraschende 1:3-Heimniederlage hat einstecken müssen. Das auf diese Saison hin neugebildete Team blieb aber das Mass aller Dinge, auch wenn sich sein Vorsprung auf die Verfolger dadurch etwas verringert hat.
Volley Untervaz, dessen Aufwärtstrend etwas gebremst worden ist, belegt vor dem punktgleichen VBC Davos 2 den dritten Platz. Dahinter folgen die punktgleichen VBC Viamala Thusis 2 und VBC Chur 4, während der VBC Chur 3 und der punktelose VBC Arosa 2 am Tabellenende platziert sind.
Ohne Punkt- und Satzverlust blieb in der 4. Liga der Männer der VBC Chur 4, dem einzig der VBC Bonaduz 1 etwas Widerstand leisten konnte. Der VBC Cazis beendet die Meisterschaft auf einem soliden Mittelfeldplatz. Keine dicken Stricke zerrissen dagegen der VBC Chur 5 und vor allem das Schlusslicht VBC Bonaduz 2.
Der Nachwuchs ist noch aktiv
Im Nachwuchsbereich sind in nächster Zeit zum Abschluss der Jugendspielrunden noch mehrere Finalturniere mit Bündner Beteiligung angesetzt. Ausserdem stehen noch die MU14 des VBC Viamala Thusis an der Nachwuchs-Schweizermeisterschaft U14 in Bellinzona im Einsatz.
Die Entscheidungen um den Toursieg sind gefallen
53 Teams aus 12 Vereinen nahmen am letzten Samstag am achten von insgesamt zehn Turnieren der diesjährigen Minitour teil, das wie üblich in Schaan ausgetragen worden ist. Obwohl es einige Überraschungen zu verzeichnen gab, stehen nunmehr die Toursieger in allen vier Kategorien fest. Trotzdem dürfte auch in den noch verbleibenden zwei Turnieren, die Mitte April in Untervaz und anfangs Mai in Chur stattfinden werden, mit grossem Einsatz um die restlichen Podestplätze und alle weiteren Rangierungen gekämpft werden.
Bei den Mädchen U17 bekämpften sich zwölf Teams, wobei doch etwas überraschend VimaThu 2 vor Andeer 2 und Chur 1 den Tagessieg erringen konnte. In der Gesamtwertung ist nun der Vorsprung der Churerinnen auf VimaThu 1 und VimaThu 2 bei zwei noch ausstehenden Turnieren aber derart gross, dass sie nicht mehr eingeholt werden können.
Bei den Knaben/Mixed U17 vermochte sich Untervaz 1 bei fünf teilnehmenden Teams erneut vor Schiers 1 und Pizol 1 durchzusetzen und weist im Ranking mehr als doppelt so viele Punkte auf wie die Schierser und Linth Mixed, welche die Plätze zwei und drei belegen.
Bei den Mädchen U15 machten sich 23 Teams den Turniersieg streitig, den sich schon zum siebten Mal nacheinander Surselva C1 vor Bonaduz 2 und VimaThu 5 holen konnte. Damit liegen die Bündner Oberländerinnen nur gerade vier Punkte unter dem Punktemaximum und können von den letzten ernsthaften Verfolgern VimaThu 5 und Chur 4 nicht mehr in Gefahr gebracht werden.
Bei den Knaben/Mixed U15 siegte Andeer 1 vor VimaThu 7, Bonaduz 3 und zehn weiteren Teams, wobei in der Zwischenwertung aber die Thusner deutlich vor den Schamsern und Chur 6 in Führung liegen und die restlichen Turniere locker angehen können.
Die Minitour kehrt nach vier Turnieren in den Kantonen Glarus und St. Gallen sowie im Fürstentum Liechtenstein wieder nach Graubünden zurück. Das neunte Turnier gelangt am Samstag, 11. April 2026 in Untervaz zur Austragung. Die Anmeldefrist läuft am nächsten Dienstag, 17. März 2026 ab. Wer sich noch anmelden will, muss sich demnach beeilen!
Bündner Cup 2026
Die Halbfinal- und Finalspiele des diesjährigen Bündner Cups finden bekanntlich am Samstag, 28. März 2026 in der Sporthalle Sand in Chur statt. Die Halbfinalpaarungen, die Anspielzeiten und die Spielhallen stehen nun fest. Und für das leibliche Wohl sorgt ein Kiosk.
In den Halbfinals der Männer stehen sich um 13:00 Uhr in der Halle 2 die Graisböck bzw. der VBC Chur 2 und die RTG Chur sowie in der Halle 3 der VBC Chur 3 und der VBC Chur 1 gegenüber.
In den Halbfinals der Frauen treffen um 14:30 Uhr in der Halle 2 der VBC Davos und die RTG Chur sowie in der Halle 3 Moesa Volley und der VBC Viamala Thusis aufeinander. Gleichzeitig bestreiten in der Halle 4 die Verlierer der Männerhalbfinals den kleinen Final, der auf zwei Gewinnsätze geht.
Um 16:00 Uhr begegnen sich in derselben Halle auch die Verliererinnen der Frauenhalbfinals im kleinen Final, der ebenfalls auf zwei Gewinnsätze geht.
Anschliessend um 17:30 Uhr stehen in den Hallen 2/3 noch der Cupfinal der Männer und um 19:30 Uhr der Cupfinal der Frauen auf dem Programm.